19 Feb 2013

Petition von Pinkstinks – Gegen sexuelle Verfügbarkeit in der Außenwerbung!

8 Kommentare Frauen und Geektum geschrieben von Geeksister_Romina

PetitionWie wir bereits gesehen haben, ist das Internet ein sehr guter Ort für Petitionen, da man in kürzester Zeit besonders viele Menschen erreichen kann. In letzter Zeit sorgten dabei vor allem Scherzpetitionen wie z.B. die mit dem Wunsch nach dem Bau eines Todessternes für viel Furore. Heute geht es zur Abwechslung mal um eine wirkliche Petition, der mehr Aufmerksamkeit nicht schaden kann.
Und zwar sammelt Pinkstinks Germany Unterschriften für ihre Petition: „Gegen sexuelle Verfügbarkeit in der Außenwerbung! Kinderschutz jetzt!“.

Die Petition richtet sich gegen die Kriterien des Deutschen Werberats, die es diesem ermöglicht sexistische Werbung als „lustigen Gag“ zu verkaufen, indem er davon ausgeht, dass der Konsument als „verständiger Durchschnittsverbraucher“ den Witz schon verstehen würde. Anders sieht es allerdings aus der Sicht eines Kindes aus und genau dort setzt diese Petition an.

Mehr dazu hier:

Kinder verstehen Ironie frühestens mit dem Schulalter. Darstellungen von überzogenen Geschlechterrollen treffen Kinder unvermittelt und direkt. Sie bekräftigen Klischees, denen sie auch in anderen Medien begegnen (Printwerbung, Musikvideos, Castingshows), vor denen Eltern ihre Kinder jedoch länger schützen können. Bilder sind mächtig, und die Außenwerbung in  den Großstädten hat in den letzten Jahren bedeutend zugenommen. Gerade auf den Leuchtlitfaßsäulen und Leuchttableaus, auf dem Weg zur Kita und Schule, sollten Kinder vor einer „Reduzierung von Frauen auf eine ständige sexuelle Verfügbarkeit“ geschützt werden.

Pinkstinks möchte aber vor allem auf die Ergebnisse neuster Studien aufmerksam machen, die sehr deutlich zeigen, inwiefern die Werbewirtschaft sich in den letzten Jahren negativ auf das Selbstbewusstsein von Mädchen und Jungen ausgewirkt hat.

Ihre Petition bewerben Pinkstinks zusätzlich mit Aktionen wie Flashmobs und Straßentheater zusammen mit der Soley Theater Werkstatt unter dem Namen „Einfach TOP – ohne MODEL„.

Hier geht es zur Petition.

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Geschrieben von
Girly-Geek-Girl
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  • Mina

    wieso verlinkt ihr die Petition nicht direkt ? http://pinkstinks.de/petition/

    • Geeksister_Valerie

      Ist soweit ich sehe jetzt ganz unten im Text verlinkt.

  • Diese bescheuerte Haltung vom Werberat regt mich auch schon seit Langem auf. Diese Petition seh ich mit zwiespältigen Gefühlen (bzw. Gedanken ;) ). Es kann evtl. auf der praktischen Ebene einfach notwendig sein, die Kinder-Karte zu ziehen, aber es hat schon ein bisschen was von „ABER DIE KINDER!! KANN DENN NICHT ENDLICH JEMAND AN DIE KINDER DENKEN??!“. Und ich bin kein Kind, würde aber trotzdem Wert drauf legen, nicht mit sexistischer Kackscheiße(TM) in der Werbung konfrontiert zu sein. (und auch sonst bitte gerne nicht, aber Werbung kommt da eine gewisse Sonderstellung zu, da man ihr kaum entkommen kann, wenn man sich nicht grade in einem dunklen Zimmer mit vernagelten Fenstern verschanzt. Im Gegensatz z.B. zu Musik-CDs, Internet-Seiten, Heften, Büchern, Filmen etc.)

    • Geeksister_Valerie

      Ich weiß was Du meinst, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es Pinkstinks ernsthaft speziell um Kinder geht (wurde ja auch von u.a. Müttern gegründet). Dass es auch allen anderen hilft, wenn sie Erfolg haben, ist dann ja eher ein schöne Sache als ein Problem :)

  • Geeksister_Valerie

    Romina hat hier „vergessen“ zu schreiben, dass Sie das tolle Bild mal eben extra dazu gezeichnet hat ;)

  • pinkstinks

    @illith: pinkstinks wurde nicht nur von müttern, sondern auch vätern, vielmehr aber von sozialarbeiter_innen gegründet, die sich mit den auswirkungen der Werbeindustrie auf ihre schützlinge täglich beschäftigen. Und der Ironie – Fokus bzw. die Petition gegen ein Kriterium, das unsinnig ist, ist ein guter Start für eine Kampagne gegen den Werberat.

  • pinkstinks

    @Romina – das Bild ist ein TRAUM! Congrats!

    • Geeksister_Romina

      Dankeschön : )