19 Okt 2012

Tutorial: Wie man eine Kürbislaterne schnitzt

1 Kommentar Geeksisters privat geschrieben von Geeksister_Romina

Nur noch wenige Tage trennen uns von Halloween, da wird es langsam Zeit, sich etwas dafür zu überlegen. Wenn man nicht gerade eine Party schmeißt oder jung genug ist, um an Türen zu klingeln, dann empfehle ich das Kürbisschnitzen!
Nach knapp 5 Jahren des Schnitzens ist es bei mir schon eine Art Tradition geworden. Ich bin zwar nicht wirklich begabt darin, aber es macht immer wieder Spaß und die kleinen Kerlchen sehen gut aus.
Wie schnitze ich also eine Kürbislaterne?
Eine ausführliche Anleitung findet ihr nach dem Cut:

Kürbis Kaufen:
Zuerst sollte man sich einen Kürbis kaufen! Einen guten Schnitzkürbis bekommt man z.B. auf dem Wochenmarkt, oder mittlerweile sogar in diversen Supermärkten für einen relativ akzeptablen Preis.
Beim Kürbiskauf sollte man sich am besten schon vorher überlegt haben, was man später draufhaben möchte, denn die Form und Größe des Kürbis lässt sich nicht verändern. Ein großer Kürbis macht viel Arbeit, ein kleiner Kürbis bietet nicht viel Spielraum für großflächige Motive.
Außerdem sollte man sich den Kürbis sehr genau anschauen vor dem Kauf. Vorhandene Druckstellen können ein Indiz dafür sein, dass der Kürbis bereits von innen am Schimmeln ist und schmälert seine Lebenszeit nach dem Aushöhlen um ein Vielfaches!
Im Allgemeinen überlebt eine Kürbislaterne im Haus höchstens 2 Tage und außen lebt er bei entsprechenden Temperaturen 1-2 Wochen (danach schimmelt er vor sich hin und sieht erst so richtig unheimlich aus).

Vorbereitungen:
Kürbisschnitzen macht unglaublich viel Dreck! Es ist nicht unüblich, dass beim Aushöhlen und im Eifer des Gefechtes Kürbis bis an die Wände fliegt und sich über den gesamten Boden verteilt. Sucht euch also einen Ort, der so etwas abkann.
Außerdem ist es sehr praktisch einen Eimer mit Mülltüte in der Nähe zu haben, um alles sofort beseitigen zu können.
Ansonsten sind folgende Dinge hilfreich:

  • diverse Messer (am besten mit Zacken, oder wie man es nennt)
  • Holzspieße
  • Tesafilm
  • Papier
  • Löffel oder noch besser Eislöffel
  • alte Zeitungen

Jetzt geht es los!
Nachdem ihr also alles zusammengesammelt und euren Kürbis vor euch stehen habt, können wir anfangen!
Zuerst schneidet man oben ein Loch in den Kürbis. Dabei setzt man das Messer schief an (wenn man das Messer vertikal ausrichten würde, dann würde der Deckel danach einfach durchfallen, aber er soll ja noch aufsetzen können ; ) ) und schneidet einen Kreis aus (Größe nach eigenem Ermessen).
Wo wir bereits beim Deckel sind: es bietet sich an, den Deckel an 2-3 Stellen einzukerben. Auf diese Art und Weise kokelt der Deckel nicht an, wenn die Kerze innen brennt.
Aushöhlen:
Jetzt kommt der große Spaß! Damit man in den Kürbis später etwas reinstellen kann, muss man ihn natürlich erstmal von seinen Innerreien befreien. Das sieht nicht nur nach viel Arbeit aus, das ist auch viel Arbeit! Dafür nimmt man am besten einen Löffel, Schaber oder was auch immer man da hat und kratzt das Innere heraus. Dabei schabt man alle Kerne und Zottel heraus, bis man schließlich an die Außenwand gerät. Die Außenwand sollte man am besten ebenfalls etwas dünner schaben (bis 2 cm) damit man es später beim Schnitzen einfacher hat.
Das Motiv aufbringen:
Ist das Aushölen hinter sich gebracht, geht es endlich an das Motiv. Hat man sich für eines entschieden, dann ist es am besten dieses erstmal auf Papier zu bringen (aufmalen, abmalen, ausdrucken). Danach klebt man sein Motivpapier mit Tesa auf den Kürbis. Anschließend kommen die Spieße ins Spiel. Mit den Spießen paust man sein Motiv auf den Kürbis. Dafür nimmt man den Spieß und piekt ihn durch das Papier in den Kürbis. Das macht man so oft, bis man das Motiv ungefähr übertragen hat (wieviele Löcher man piekst, ist eigenes Ermessen). Man könnte das Motiv natürlich auch auf den Kürbis malen. Allerdings ist das Schneiden durch diese Art von Perforation anschließend etwas einfacher.
Das Schnitzen:
Hat man sein Motiv übertragen, geht es ans Ausschneiden. Hierbei sollte man den Kürbis nie unterschätzen und immer größte Vorsicht walten lassen !! Keine Gewalt gegen den Kürbis anwenden D:.
Also nun, wo wir das geklärt haben: nehmt ein Messer, mit dem ihr euch sicher fühlt (vielleicht lieber nicht das spitzeste) und fangt an zu schneiden. Ist man erstmal durch die Wand durch, kann man sich in kurzen Schnitten langsam ans Ziel tasten.
Vorsicht bei Motiven mit Aussparungen. Guckt immer, dass ihr noch auf der richtigen Linie seid. Abgeschnitten ist abgeschnitten (wobei sich kleine Teile wie abgeschnittene Zähne mit Zahnstochern super wieder anbringen lassen).
Für Fortgeschrittene:
Neben dem einfachen Ausschneiden gibt es auch die Möglichkeit des „Schnitzens“. Dabei kann man verschiedene Schattierungsabstufungen im Motiv dadurch erreichen, dass man den Kürbis von seiner Schale befreit und dann das Kürbisfleisch verschieden dick schnitzt. Je dünner die Wand, desto mehr Licht lässt sie durch.

Wenn alles glatt lief, dann könnte das Ergebnis irgendwie so aussehen:
Habt ihr auch schon einmal eine Kürbislaterne geschnitzt oder fühlt ihr euch durch diese Anleitung dazu inspiriert es einmal zu probieren? Wir freuen uns über jedes Bild von euren Meisterwerken! Schickt es uns per Mail (info@geeksisters.de) oder postet es in den Kommentaren. Wenn wir genug Bilder zusammenbekommen, dann gibt es zu Halloween ein Best-Of!

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Geschrieben von
Girly-Geek-Girl
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