17 Dez 2012

Mein Game des Jahres 2012

3 Kommentare Game related geschrieben von Geeksister_Sumi

Für gewöhnlich erstelle ich Ende des Jahres immer eine Top fünf Liste mit meinen Liebsten Spielen. In diesem Jahr war allerdings eines so Herrausragend, dass ich es wirklich ganz alleine hervorheben möchte: Telltale Games ‚The Walking Dead‘. Selten – eigentlich nie – hat mich ein Spiel so sehr gepackt wie dieses! Im folgenden will ich erklären warum und vor allem wie! Keine Sorge, das ganze bleibt Spoilerfrei!

‚The Walking Dead‘ ist ein Action Adventure, welches im selben Universum wie die gleichnamige Comicreihe spielt. Die beliebten Comics hatten schon durch die TV-Serie um Rick Grimes und andere Überlebende viele neue Fans gewonnen und auch durch das Spiel dürfte die Fanbase erneut gewachsen sein. Erhältlich ist ‚The Walking Dead‘ für den PC, den Mac, die Playstation 3, die XBox 360 und sogar fürs iPad.

Man schlüpft in die Rolle des 37jährigen Lee Everett, welcher gerade mit Handschellen um die Gelenke auf der Rückbank eines Polizeiwagens sitzt. Nach einem kurzen – mehr oder minder freiwilligem – Plausch mir dem Polizisten am Steuer, kommt es zu einem Unfall und die Welt steht Kopf.

Von nun an begleitet man Lee auf seinem Kampf ums nackte Überleben in der Zombieapokalypse. Neben vielen Begleitern, die kommen und gehen, trifft man auch auf die kleine Clementine. Eine der Figuren, die mich das Spiel so abgöttisch lieben lässt. Clementine ist acht Jahre alt, super niedlich und ziemlich tough. Die Synchronsprecherin Melissa Hutchison leistet einen wundervollen Job. Noch nie habe ich eine solche Zuneigung für einem Spiele Charakter empfunden.

Lee wird oft vor sehr schwere Entscheidungen gestellt, die der Spieler für ihn treffen muss. Hierbei geht es nicht selten um Leben und Tod.
Anders als in den Shootern Left 4 Dead oder Dead Island wird das ganze hier nicht mit Humor betrachtet und es geht auch nicht ums „Zombies abknallen“ (Versteht mich nicht falsch, ich liebe beide Spiele!). Die ganze Geschichte ist unglaublich realistisch und packend erzählt. So realistisch, das es manchmal schon weh tut. Auf Twitter war von der einen oder anderen Männerträne zu lesen ;).

Abgesehen von den inhaltlichen Unterschieden zu L4D und DI gibt es natürlich auch Gameplay-Unterschiede, die bei den völlig unterschiedlichen Genres nicht ausbleiben. ‚The Walking Dead‘ vermischt gekonnt Rollenspielelemente mit einer klassischen Point and Click Adventure Spielmechanik. Eine wunderbar dichte Atmosphäre lässt uns trauern, weinen und schockiert sein. Telltale Games hat einen funktionierenden, steuerbaren Film entstehen lassen. Einen Film, bei dem kein Auge trocken bleibt.

Jedem der diesem Spiel noch nicht seine wertvolle Zeit opferte möchte ich ans Herz legen dies so schnell wie Möglich nach zu holen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihr es bereut. Selbst wenn ihr eigentlich mit Zombies so gar nichts am Hut habt oder nicht mal wirklich zockt.

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Geschrieben von
24 - Filmfan - Gamerin - Social Networker
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  • moep0r

    Kann ich nur bestaetigen. Habe es mir urspruenglich gekauft weil ich Fan des Franchise bin. Aber nach ein paar Minuten im Spiel wurde mir klar wie unglaublich gut es einfach ist. Ich habe mich selten so mitgenommen gefuehlt nach einem Spiel.

  • Pingback: Chaosmacherin | Wo das Chaos herrscht | 2012 – Ein kleiner Medien-Rückblick()

  • Hab bislang nur die erste Episode beendet (einfach zu viele Games hier) aber die war schon richtig gut. Story und Atmosphäre sind wirklich spitze, aber es ist doch mehr interaktiver Film als Spiel. Das Gameplay ist halt schon recht mager und daher würde ich es trotz seiner enormen Qualitäten nicht als SPIEL des Jahres bezeichnen.