06 Nov 2013

Mal wieder Sexismus, Objektivierung und die armen, armen Frauen…

19 Kommentare Fem-Themen geschrieben von Gesine

… die sich nicht wehren können und den bösen, bösen Männern hilflos ausgeliefert sind.

Ich kann es echt nicht mehr hören.

Gestern erschien in diesem Blog ein Artikel von Ruth Hardy, der sich mit den Geschehnissen auf einer Art Erstsemester Party in einem Club in der britischen Stadt Leeds befasst, die von Tequila UK promoted wurde.

Man kennt derlei Dinge ja mittlerweile, das ist alles nichts Neues mehr: Frauen werden zur Unterhaltung des Mannes benutzt, erniedrigt und objektiviert, jaja…

Weiter gehts nach dem Break:

Zitate aus dem Party-Artikel:

Im Video sagt ein Typ über ein Mädchen, das nicht weit weg steht: „Ich werde ihr meine Faust in den Arsch stecken. Sie wird es nicht mal merken.“

Tequila UK, eine Agentur, die völlig unabhängig von jeglichen Alkoholmarken oder ähnlichem arbeitet, verdient mit der Erniedrigung von Frauen Geld. Weibliche Studenten werden ermutigt sich auszuziehen, auf die Bar zu legen und sich mit Sahne einzureiben, während davon Fotos gemacht werden und Kerle Shots von ihrem Körper trinken. Auf den Bildschirmen im Club werden Pornos gezeigt und spärlich bekleidete Frauen bieten dir einen Lap Dance an.

„Du gehst da als Frau hin und wirst dazu animiert, auf die Bar zu steigen und Body Shots zu vergeben, dann füllen sie dich mit Alkohol ab und ermutigen dich dazu, dich auf die lächerlichste Art und Weise zu verhalten.“

Wie gesagt, ähnliche Dinge gab es schon. Nun geht wieder das Gebashe auf die Promoting Firma los, wie asozial und sexistisch die doch seien, wie sch***e die Männer usw. usw. Was man den armen Frauen da nur antut! Man stellt sie bloß, man nutzt ihre Hilflosigkeit und Unwissenheit aus, die armen Dinger, nein oh nein.

Was die Feministen dabei vergessen: Es gibt immer zwei Seiten. In diesem Fall eine, die benutzt und eine, die sich benutzen lässt. Ich hasse nichts mehr, als wenn die Frauen komplett aus der Verantwortung gezogen und als hilflose Opfer dargestellt werden. Wir reden hier nicht von Zwangsprostitution illegal Eingewandeter, sondern von jungen Frauen, die Spaß haben und was erleben wollen, die freiwillig in diesen Club gegangen sind, die mit hoher Wahrscheinlichkeit auch wussten, worauf sie sich eingelassen haben, schließlich ist Tequlia UK laut Ruth Hardy kein unbeschriebenes Blatt und hat auch schon in der Vergangenheit mit Aktionen dieser Art auf sich aufmerksam gemacht.

Im UK ist man mit 18 volljährig und darf trinken. Wer sich so ins Oblivion trinkt, dass er (oder in diesem Fall sie) gar nichts mehr rafft, hat selbst Schuld. Ebenso ist frau selbst Schuld, wenn sie bei dem Theater noch mitmacht – wenn ich in diesen Club gehe und miterlebe, was vor sich geht, treffe ich entweder die Entscheidung, zu gehen oder ich entscheide mich, zu bleiben, mir das Spektakel anzusehen und ggf. noch zu partizipieren.

Man verstehe mich nicht falsch – ich finde es erbärmlich, was da abging und zum Fremdschämen – vor allem schäme ich mich in diesen Momenten, eine Frau zu sein, einem Geschlecht anzugehören, welches offensichtlich dumm und lernresistent ist. Wie kann man nur so dämlich sein, bei so einer Sch***e mit  zu machen? Ich checke es nicht. Das UK hat die Emanzipation mitgemacht, die jetzige Frauengeneration ist aufgeklärt und – dumm, so dumm. Das ist keine Erniedrigung, das ist Selbst-Erniedrigung. Tequila UK hätte mit seinen peinlichen Party-Spaß-Aktionen keinen Erfolg, würden sich nicht ständig blöde und einfältige Weiber finden, die das mitmachen.

Ok, einige haben möglicherweise tatsächlich Spaß daran, es gibt hinreichend Menschen, die auf sowas stehen und dann ist das auch absolut ok – das ist dann aber kein Fall für die Feministen-Liga und erst recht keiner für #Aufschrei, dann ist es so gewollt und das ist dann auch völlig in Ordnung, soll doch jede machen, was sie will. Aber erst hinrennen, auf der Suche nach billiger Unterhaltung und niveaulosem Entertainment und dann hinterher rumheulen „die waren so böse zu uns Frauen“ – das verdient kein Mitgefühl.

Wer nicht auf Erniedrigung steht und bei solchen Aktivitäten dennoch mitmacht, hat es einfach nicht anders verdient. Wer so blöd ist, nicht zu kapieren, was da abgeht und wie Frauen behandelt werden, die gehört genau so behandelt, die hat es nicht anders verdient.

Und wer nun mit dem gesellschaftlichen Druck kommt und mit dem „aber ich will doch, dass die Männer mich mögen und ich will dazugehören“  – Es gibt genug Männer, die nicht auf solche Veranstaltungen gehen und diese ebenso verabscheuungswürdig finden, wie diejenigen Frauen, die noch über gesunden Menschenverstand verfügen. Für alle anderen gilt: Ihr habt es nicht anders verdient. Wenn Ihr die Männer der „ich stecke ihr die Faust in den Arsch„-Fraktion noch toll findet und die anderen als langweilige Nerds abtut, dann ist das Eure Sache und dann bekommt Ihr auch, was Ihr haben wollt: Ein A*******h als Freund. Werdet glücklich mit ihm.

Für den Fall, dass ich wiederum Gefahr laufe, missverstanden zu werden: Nein, ich rufe hiermit nicht zu Vergewaltigungen von Minirock und High Heels tragenden Frauen auf, weil die alle selbst Schuld sind. Das ist nämlich etwas völlig anderes. Es ist ein Unterschied, ob ich derartig bekleidet auf eine Party gehe und tanze, in Maßen trinke und Spaß habe – oder ob ich mich unter den Barhahn lege, volllaufen lasse, mein Shirt ausziehe und mir von allen Anwesenden an die Titten grabschen lasse. Das eine ist bloß Kleidung, das andere ist Verhalten, das ist der Unterschied.

Es gibt so wenig intelligente Frauen mit Stil, einer eigenen Meinung, Selbstbewusstsein und gesundem Menschenverstand und manchmal habe ich das Gefühl, die meisten meines Geschlechtes seien grenzdebil und zu nichts zu gebrauchen. Männer sind natürlich kein Stück besser, sie sind bloß anders sch***e. Insgesamt taugen Menschen an sich nicht viel, aber ich schweife ab.

Als Schlusswort ein Aufruf: Liebe Geschlechtsgenossinnen, seid nicht so dämlich. Schaltet Eure Gehirne ein, dafür habt Ihr sie schließlich. Gebt Euch nicht für so einen Müll her, das ist kein Spaß, für niemanden, das ist peinlich und Bilder davon könnten jede Eurer Bewerbungen boykottieren. Liebe Feministinnen, hört auf, die holde Weiblichkeit so arg in Schutz zu nehmen und alles, was falsch läuft, in die Verantwortung der Männer zu stellen und so zu tun, als können Frauen keine eigenen Entscheidungen treffen. Macht uns bitte nicht schlechter, als wir sind. Liebe Männer, wenn Ihr tatsächlich so unreif und bescheuert seid, dass es Euch aufgeilt, vor laufender Kamera sexuell abwertende Dinge über anwesende Damen zu sagen – dann verdient Ihr eine faulige Penis-Nekrose und eine von diesen billigen Tussen an Eurer Seite, die Euch deswegen sogleich für den Nächstbesten sitzen lässt.

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Geschrieben von
Hier bin ich, die Gesine :D
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  • Danke!
    Ich finde du hast es sehr schön dargestellt, vor Allem gefeil mir die Stelle wo du schreibst, dass es eben um dämliches Verhalten geht und nicht einfach um aufreizende Kleidung – ich hatte schon oft Probleme das irgendwie zu verdeutlichen in Diskussionen zu dem Thema. So bald man auch nur ansatzweise einräumt dass die Frau sich ja auch anders hätte verhalten können wird man automatisch zum Buhman der Vergewaltigung legitimiert. Dabei geht es wirklich nur darum dass sich jedeR Mensch bewusst sein sollte, dass es einfach keine gute Idee ist sich vollaufen zu lassen bis man gar nichts mehr mitbekommt – so ein ‚Zustand‘ ist und bleibt einfach selbstverschuldet und ist absolut vermeidbar.
    Also nochmal, danke für deine klaren Wore, du sprichst mir aus dem Herzen!

  • Danke danke danke :) Ich war der Seite hier ja immer sehr kritisch gegenüber eingestellt, weil ihr zB Mädchenmannschaft verlinkt habt und die für mich genau die Art von Feminismus vertreten, die hier angeprangert wird. Eigentlich sogar noch schlimmer. Aber der Artikel hier beruhigt mich ungemein und zeigt mir, dass hier nicht einfach laut geschrien wird, ohne zu reflektieren. Ich mag es weder, vom Feminismus als Nichtdenkendes Wesen behandelt zu werden, noch mag ich es vom Feminismus als Frau automatisch in eine Opferrolle gepresst zu werden. Genauso wenig mag ich es, wenn man Männern automatisch eine Täterrolle zuschreibt, weil sie Männer sind. Gesunder Menschenverstand ist eigentlich ausreichend, um sich nicht in so Situationen zu bringen.

  • Heike von Alqualonde

    Endlich! Dieser Artikel ist genau, was der ganzen Debatte von
    Aufschreiern und Anti-Aufschreiern, zwischen deren Gebrüll man im Internet ja keinen klaren Gedanken mehr fassen kann, gefehlt hat: eine weitere Polemik. Na danke, wohl kaum.

    Zunächst frage ich mich, worin überhaupt der Bezug zu Ruth Hardys Text bestehen soll. Hardy kritisiert Tequila UK für fragwürdige Marketingstrategien und schlecht organisierte Öffentlichkeitsarbeit. Ihr Artikel wird kaum reißerischer als ihr Titel und bei aller Ideologie prangert sie etwas auf strukturell-gesellschaftlicher Ebene an, das man durchaus thematisieren sollte: eine gewisse Selbstverständlichkeit, mit der Witze über sexuelle Gewalt langsam salonfähig werden. Sie hält sich dabei mit Opfer- und Täterbezeichnungen weitgehend zurück, über die „bösen, bösen Männer“ konnte ich in dem Artikel nichts finden. Das lässt es für mich persönlich dann auch etwas unangemessen wirken, dass der Gegenartikel ausschließlich auf der individuellen Ebene argumentiert. Das ist schade, denn dem Hardy-Text hätte eine strukturierte Antwort, die den mitschwingenden – und ja scheinbar so störenden – Täter-Opfer-Dualismus vielleicht mal zur Opferseite hin ausflöst und fragt, inwiefern auch Männer in diesem Kontext in bestimmte Rollen gedrängt werden, ganz gut getan. Wär doch zumindest mal was neues gewesen, was ich nicht seit Monaten überall um die Ohren geschlagen bekomme.

    Das ewige Ausruhen auf dem „selbst schuld“ Argument geht mir übrigens inzwischen gehörig auf die Nerven. Wir können uns natürlich alle glücklich zurücklehnen, weil wir keines dieser blöd-blonden Teenagermädchen sind, die sich da ins Koma saufen, dann fühlen wir uns alle einmal richtig überlegen und schämen uns gekünstelt ein Bisschen für unser Geschlecht,
    von dem wir ja die wenigen erträglichen Exemplare sind. YAY US! Wir können aber auch mal überlegen, dass ja eigentlich niemand in einem soziokulturellen Vakuum aufwächst und die Idee, sich vor einer johlenden Menge nackt mit Sahne einzureiben, denen ja nicht angeboren ist. Wenn wir uns gedanklich mal so richtig anstrengen wollen, können wir vielleicht sogar mal drüber nachdenken (das könnten sich auch so manche Feministinnen mal überlegen), dass auch Männer keine tumben Automaten sind, sondern ihr Verhalten an bisherige Erfahrungen anpassten. Wir könnten uns fragen, ob Männer, die 1000 Mal erlebt haben, dass diese „blöden und einfältigen Weiber“ gerne angegrapscht werden, auch ganz sicher wissen, dass wir da ja gar nicht zu gehören, wenn sie nachher besoffen mit uns in der Straßenbahn sitzen.
    Wobei, das wird alles etwas komplex, vielleicht sollten man lieber noch ein viertes „ihr habt es nicht anders verdient!“ fett in den Text einfügen.

  • Shub-Niggurath

    „Selbst Schuld“ ist wenn es um Sexismus geht die denkbar schlechteste Reaktion. Und natürlich ist Sexismus nichts, was DIE Männer, DEN Frauen gewaltsam aufzwingen, Sexismus geht auch von Frauen aus — dieser Post belegt das wunderbar. Offenbar solidarisierst du dich mit den Nutznießern eines Systems, in dem es normal ist, dass Mainstreamparties Glotz- und Grapschzonen sind und Frauen nur dann „tabu“ sind, wenn sie als „vergeben“ oder vielmehr bereits zu einem Mann zugehörig (wie in „gehören“) erkennbar sind. Die Wahl hat frau da nicht wirklich, weil die Alternative nicht hingehen oder zuhause Bleiben heißt. Das heißt effektiv werden Menschen aus öffentlichen Räumen, in denen sie unter anderen Bedingungen Spaß hätten haben können, verdrängt. Sexismus (einschließlich Rape Culture, nein das ist nichts anderes, die Argumentation ist die Gleiche) funktioniert mitunter, weil es Frauen wie dich gibt, die es für unfein halten, wenn Grenzüberschreitungen angeprangert werden und die sich über die Betroffenen stellen. „Ist ihre Entscheidung, wenn sie so viel trinken, das machen brave Mädchen wie ich halt nicht“ Wobei eigentlich niemand mehr, besonders nicht der Mann vom Tätertypus, daran zweifelt, dass Alkohol und Einverständnisfähigkeit einander ab einem gewissen Punkt ausschließen. Das gilt auch für das Überreden zur Teilnahme an dubiosen Marketingaktionen. Über solche Dinge und Vorkommnisse reden ist nicht ein sich-zum-Opfer stilisieren, sondern ein Benennen und Thematisieren von Missständen und eine Form der Reaktion, die mit dem Konzept von passiver Opferhaltung nicht kompatibel ist.
    „Es gibt so wenig intelligente Frauen mit Stil…“ — DAS und was folgt ist Sexismus pur und der misantrhopische Abschluss bestätigt meinen Verdacht, dass in diesem Post eine Riesenportion Selbsthass mitschwingt.
    Wenn du nicht glaubst, dass diese vermeintliche Wahlfreiheit mit Selbstbestimmung wenig zu tun hat, dann empfehle ich dir „Living Dolls“ von Natasha Walter, in dem unter anderem eine ähnliche Marketingaktion in einer britischen Disko beschrieben und die Geisteshaltung, die das erst möglich macht, eingehend analyisert wird.

    • anonette

      „Wobei eigentlich niemand mehr, besonders nicht der Mann vom Tätertypus,
      daran zweifelt, dass Alkohol und Einverständnisfähigkeit einander ab
      einem gewissen Punkt ausschließen.“

      ja, aber die entscheidung einen haufen akohol zu trinken, der einen überhaupt in diese „bereitwillige“ situation versetzt (mit dem wissen, was alkohol bewirkt) ist bereits freiwillig, wenn man nicht gerade dazu gezwungen wird ihn zu trinken und das ist ja bei genanntem beispiel nicht der fall.

      „Das gilt auch für das Überreden zur Teilnahme an dubiosen Marketingaktionen“

      eben, überreden! – kein zwang oder gewalt. dementsprechend lässt man sich freiwillig überreden (und wenn man sich überreden lässt, weil man glaubt, man dürfe als frau nicht „nein“ sagen, dann basiert das auf einem rollenverständnis, welches man ebenso freiwillig akzeptiert hat. bei teenagern sollte man das wohl anders bewerten, aber jede erwachsene frau ist in der lage zu denken & zu reflektieren)

  • Jascha Jaworski

    Auch ich halte den Artikel für arg kurzgegriffen, da er, wie von einer der Vorkommentatorinnen bereits angemerkt, ein gesellschaftliches Problem auf die individuelle Ebene verlagert und hierdurch nichts Progressives zu dem von der Autorin ja selbst beschimpften Zustand beiträgt, dass Menschen sich auf die eine oder andere Weise erniedrigen lassen und dabei leidvolle Erfahrungen machen. Statt jene, die derartige Vorkommnisse öffentlich beklagen, herzunehmen, um so die eigene Wut herauszulassen („vor allem schäme ich mich in diesen Momenten, eine Frau zu sein“), hätte der Text Diskussionspunkte dazu anbieten können, wie es wohl zu den beklagenswerten Verhältnissen kommt, in denen sich in einer Zeit nach Aufklärung und Gleichstellungskämpfen zwischen den Geschlechtern, weiterhin alte, gewalthafte Rollenmuster reproduzieren und dabei auch noch von PR-gestützten Profitinteressen erfolgreich ausgenutzt werden können, um die Würde aller Menschen auf dem Bartresen von betrunkenen Händen zergrapschen zu lassen. Defätistische Wendungen wie „Insgesamt taugen Menschen an sich nicht viel…“ leisten hierbei in Kombination mit konservativen Erklärungsmustern „selbst Schuld“ jedoch einen Dienst gerade für die Aufrechterhaltung des Beklagten. Egal ob es sich nun um Sexismus oder andere Formen der Gewaltausübung handelt, die Betroffenen sind am Ende eben immer „selbst Schuld“, solange die tatsächlichen Ursachen nur hinreichend abstrakt und im Alltag tief genug eingraviert sind, um sie erfolgreich im Verbonenen zu belassen und vertrauten Pseudoerklärungen das Feld zu überlassen. Gut für jene nur, die davon profitieren (und die gibt es häufig genug).

    Insgesamt
    taugen Menschen an sich nicht viel, aber ich schweife ab – See more at:

    http://www.geeksisters.de/mal-wieder-sexismus-objektivierung-und-die-armen-armen-frauen/#sthash.9wUyNcoQ.dpuf
    vor
    allem schäme ich mich in diesen Momenten, eine Frau zu sein – See more
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  • nari

    Den Rant hier finde ich etwas übel…euer Blog ist doch auch immer vorne mit dabei wenn es darum geht, dass zB Messehostessen sich in entwürdigenden „Kostümen“ für Marketingzwecke präsentieren (müssen) und damit Zielscheibe für Übergriffe werden. Ist der Unterschied für euch nur, dass die dafür bezahlt werden? Denen sagt ihr aber soweit ich weiß nicht „Selber schuld, hättest ja zu Hause bleiben/ nen anderen Job machen können. Du wusstest ja worauf du dich einlässt“ sondern ihr kamt zu dem Schluss, dass sich das Umfeld (zB die Gamer-Szene) ändern muss, damit sowas weniger wird oder aufhört. Weil es entwürdigend für alle ist. Also: wo ist hier für euch der Unterschied? Ich bin ehrlich etwas enttäuscht, hier so einen Beitrag zu lesen.

  • fem

    …und schon wieder eine in die Täterschutzfalle getappt. traurig.

  • Naomi

    Im Grunde ist aber die Sache mit dem Trinken nichts anderes als die Sache mit der Kleidung: Haben Frauen weniger Recht auf ein Besäufnis, nur weil ich aufgrund ihres Geschlechts mehr Idioten fürchten müssen, die das ausnutzen? Denkst du, die Männer dort wären alle klug und vollkommen nüchtern?

    Oder ganz allgemein gefragt: Haben Frauen kein Recht auf Fehlbarkeit (einschließlich Dummheit, Naivität, etc.), weil es mehr Idioten gibt, die diese Fehlbarkeit ausnutzen? Müssen Frauen also perfekte Menschen sein, brav, sittsam und fern ab von solchen fragwürdigen Veranstaltungen?

    Die Handlung an sich oder ihre Kategorisierung in „Dumm“ oder „nicht Dumm“ ist irrelevant. Interessant ist die Tatsache, dass diese Handlungen dadurch eingeschränkt werden, dass diese bei Frauen schneller gegen einen verwendet werden (wie dieser Rant ja auch irgendwie zeigt). Und das kann’s ja wohl nicht sein.

  • So lange es Sex gibt und wir uns auf diese Art und Weise fortpflanzen, weil wir nun mal aus zwei unterschiedlichen Geschlechtern bestehen, wird es auch Sexismus und Objektivierung geben, das gehört einfach dazu. Das Maß ist da entscheidend und es sollte nicht erniedrigend, sondern respektvoll sein (es sei denn, Erniedrigung ist ausdrücklich gewünscht). Wie traurig wären wir Frauen, wenn wir uns für die Disco aufbrezeln und kein Mann schaute uns hinterher, niemand würde denken oder sagen „ist die heiß“. Das wollen wir ja auch nicht.
    Und wenn ich (wie in diesem Fall) den Barkeeper frage, was ich tun muss, um umsonst an Getränke zu kommen – na, was für eine Antwort erwarte ich dann? Ich bin weiterhin der Ansicht, dass das, was mit ihr passierte (abgefüllt und angetatscht werden) auch (nicht ausschließlich, den Männern ist natürlich auch ihr Teil anzurechnen!) ihre Verantwortung ist, weil sie sich vollkommen freiwillig in die Situation hineinbegeben hat. Klar sollte das niemand ausnutzen, aber nun, wenn alle betrunken und enthemmt sind, passiert das.

    • „So lange es Sex gibt und wir uns auf diese Art und Weise fortpflanzen, weil wir nun mal aus zwei unterschiedlichen Geschlechtern bestehen, wird es auch Sexismus und Objektivierung geben, das gehört einfach dazu“

      Genau. Solange es Nazis und das dritte Reich gab, gehörten Vergasungen einfach dazu. Merkst du was? Es ist so „Status Quo“ und so wenig progressiv was du hier von dir gibst, das es mich schmerzt, so einen Quark in einem Blog zu lesen, den ich gerade noch so hochgelobt habe. Ehrlich.

      • Nur kurz, damit ich richtig verstanden werde:

        Das Problem was ich sehe ist nicht, dass es Frauen gibt, die sowas machen wollen (ich kenne zum Glück keine), das Problem was ich sehe ist, das diese Veranstaltung UND dein Text Frauenverachtung forcieren.

  • „Liebe Feministinnen, hört auf, die holde Weiblichkeit so arg in Schutz zu nehmen und alles, was falsch läuft, in die Verantwortung der Männer zu stellen“. -> Ähm. WHAT? Warum schreibst du nicht gleich, „Feminismus ist überbewertet“ und plädierst dafür, dass es die Partys überall und ständig eben sollt. Sorry, dein Text ist so wirr und irgendwie konstruiert, ich verstehe echt nicht, worauf du hinaus willst!? Das IST NUN MAL ist sexistische und anti- feministische Kackscheisse die da passiert, und du willst das wie auch immer relativieren? Echte Feministinnen werden es dir danken. Nicht.

    Von wegen „Frau ist ja selber Schuld wenn..“ das is so ein Nicht-Argument, das es mir wehtut, da überhaupt nur drüber nachzudenken. Was soll das sein: Feminismus durch Anti-Femininums!? Wäre mir neu, dass sowas je funktioniert hat.

  • Und noch was: „Ok, einige haben möglicherweise tatsächlich Spaß daran, es gibt hinreichend Menschen, die auf sowas stehen und dann ist das auch absolut ok“

    OK OK OK? Was HIMMELNOCHEINS soll daran OK sein? Das ist voll scheisse und Menschen mit solchen Ideen (und Partys) habe in meiner Utopie keinen Platz., das ist Frauenverachtung 3000. Und du findest das „OK“? Auf einem „Sisters“ Blog? Ich wünsch mir das du darüber echt noch mal nachdenkst und ein Update einfügst, kann doch nicht wahr sein, dass dieser eine Artikel meinen bisher so tollen Eindruck von „dem hier“ in der Luft zerfetzt. Schade, ehrlich.

    • Heike von Alqualonde

      Um das einmal klarzustellen: Geeksisters besteht aus mehreren Personen, die hier eine Plattform für ihre individuellen Meinungen haben. Dieser Artikel stellt nicht notwendig die Ansichten aller Autorinnen dar.

  • Ich sehe mich selbst nicht als Feministin. Ich bin für Gleichstellung und Gleichberechtigung (nicht Gleichmachung) und nicht dafür, die Frauen über die Männer zu stellen.

    Das „Sisters“ im Namen hat auch nichts mit Feminismus zu tun. Den Namen haben Valerie und ich damals, als wir mit dem Blog begannen, in Anlehnung an „Giana Sisters“ gewählt. Valerie war von uns beiden diejenige, die etwas feministischere Ansichten hatte.

    Mein Eindruck ist, dass es auch um die Definition von bspw. Objektivierung geht. Ich sehe darin grdstzl nichts Negatives, sondern etwas, dass zur Zwischenmenschlichkeit sexuell aneinander interessierter Menschen egal welchen Geschlechtes dazugehört. Soll wie gesagt (außer wenn ausdrücklich erwünscht) nicht ausarten, aber wenn ich mich beim Weggehen schick mache, freue ich mich darüber, angeschaut zu werden und ich sehe es als Kompliment, wenn jemand Interesse an mir hat. Wie weit das dann letztendlich geht, entscheide ich dann. Ich kann mich entscheiden, mich abzufüllen und von jedem antatschen zu lassen, ich kann auch entscheiden, was anderes zu tun. Notfalls verlasse ich die Location, wenn es mir zu viel wird. Und nein, ich habe nicht dafür plädiert, dass Vorkommnisse dieser Art auf Parties Standard werden sollen – aber wenn alle Anwesenden Spaß daran haben, spricht imho auch nichts dagegen.

  • Vronie

    Ich bin durch den anderen Artikel hierher gekommen und bin genauso deiner Meinung! Die einen stehen auf sowas, die anderen nicht und JEDER hat die Wahl :)

  • anonette

    mir hat eine bekannte einen blog über sexismus geschickt… ich bin mein lesen wütend geworden. es ist so undifferenzierte scheiße… erstmal ist der blog nur für frauen, übergriffe vom weiblicher seite ausgehend kommen darin gar nicht vor, was den eindruck vermittelt, als gäbe es nur übergriffige männer. dann scheint auch unter den begriff „übergriff“ so ziemlich alles von vergewaltigung bis zu hinterherschauen zu fallen.
    das ist schon fragwürdig, aber was mich wütend macht, ist, dass ich keine zielführende debatte in diesem blog gefunden habe. es wäre ja meinetwegen sogar ganz interessant zu diskutieren, warum manche (männer?) meinen, kontakt über sexuelles aufnehmen zu müssen (und wie oben im artikel treffend gesagt: das muss nicht in jedem fall unangenehm oder falsch sein). hab das gefühl im (sexismus) blog geht es nur darum ein großes gruppengefühl zu erzeugen, so dass sich alle in ihrer opferrolle bestätigt fühlen können (deswegen trifft es der obige artikel aus meiner sicht auf den punkt).
    hab dann auch nochmal nachgelesen was dem brüderle eigentlich vorgeworfen wurde und komme zum ergebnis: er hat (wenn die story überhaupt stimmt) im suff nen ätzenden spruch abgelassen, ansonsten: völlig harmlose situation! grenzüberschreitend finde ich eigentlich nur, eine debatte daraus entstehen zu lassen.
    hab mich sehr gefreut auf diese seite hier zu stoßen, vor allem, da von frauen.

  • Yvonne

    Ja, sicher hat alles 2 Seiten und Frauen sind auch nicht NUR Opf
    as. Trotzdem ist es NICHT i.O. und kruder Sexismus. Wir machen das auch nicht mit Männern. Es ist eine Frage des fehlenden Respekts vor Menschen. Auch weiblichen!